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Impressionismus und Post-Impressionismus - Kunstgeschichte Informationen

Der Impressionismus ist eine der Richtungen der bildgebenden Kunst, die Ende des 19. Jahrhunderts aus einer Gruppe von pariser Maler hervorgeht. Ihre unabhängig voneinander präsentierten Ausstellungen bringen ihnen Berühmtheit in den 70 und 80 Jahre, trotz der starken Opposition der etablierten akademischen Künstler. Die Bezeichnung dieser Bewegung stammt aus dem Werk von Claude Monets "Impression, Sonnenaufgang", aus deren Anlass Louis Lorois einen strak kitischen Artikel in der Zeitung "Le Sharivari" mit dem Titel "Ausstellung der Impressionisten" verfasst. Den Künstlern gefällt nicht diese Definition, die spöttisch klingt. Sie bevorzugen es, sich selbt als "unabhängig" zu bezeichnen. Die impressionistischen Gemälde zeichnen sich durch mutigere und betont sichtbare Pinselstriche, eine offene Komposition und eine besondere Haltung gegenüber der Darstellung von Licht in seinen verschiedenartigen täglichen Veränderungen und Tageszuständen aus. Alltagsthemen werden behandelt, die Bewegung ist als ein Schlüsselelment der Komposition dargestellt, es werden unkonventionelle Sichtweisen und Perspektiven benutzt.

Die Entwicklung des Impressionismus in der bildenden Kunst führt bald zur Entstehung ähnlicher Arten von Musik und Literatur.

Als radikale Perönlichkeiten ihrer Zeit, verletzen die Impressionisten die Regeln der akademischen Malerei. Nach dem Beispiel von Delacroix und Turner, erstellen sie ihre Bilder durch die Farbe, die Vorrang vor Linien und Konturen hat.

Ausserdem malten die Impressionisten realistische Szenen des modernen Lebens, und das oft im Freien.

Die bis dahin erschaffenen Stillleben, Porträts und Landschaften wurden in der Regel im Studio gemalt. Die Impressionisten entdeckten, dass sie die momentanen und vorübergehenden Effekte des Lichts einfangen können, indem sie im Freilicht malen. So malen sie in erster Linie visuelle Effekte, und nicht Details, und verwenden plötzliche Pinselstriche mit gemischten oder geradezu rohen Farben, um den Effekt des intensiven Farbflimmerns zu erzielen. Der französische Impressionismus reift zur gleichen Zeit, in der viele andere Künstler auch die Freilicht - Malerei studieren, so wie die russischen, Italienischen und amerikanischen Realisten.

Die Impressionisten jedoch entwickeln eine neue Technik, die spezifisch für sie ist. Indem der Impressionismus all das umfasst, was seine Anhänger als eine andere Sichtweise sehen, stellt er eine Kunst der Unmittelbarkeit und der Bewegung, der natürlichen Haltungen und Kompositionen, des Lichtspiels dar, dargestellt durch eine Vielfalt an hellen Tönen.

Zunächst mit einer feindseligen Einstellung, realisiert das Publikum allmälig, dass die Impressionisten eine neue und ursprüngliche Vision aufgefangen haben, auch wenn die Kritiker und Institutionen den neuen Stil nicht anerkennen.

Der Impressionismus war ein Vorbote der verschiedenen Kunststile, einschließlich des Post-Impressionismus, Fauvismus, Kubismus und Pointillismus, indem er das, was das Auge tatsächlich wahrnimmt - und nicht die Umrisse der Details eines Gegenstands - neu darstellte, mittels Schaffung einer Mischung von Techniken und Formen.

Mitte des 19. Jahrhunderts (eine Zeit des Wandels für Frankreich - Napoleon III machte Veränderungen in Paris und leitete Feldzüge), beschützt die französische Akademie der bildenden Künste die Tradition und setzt die Standards der französisch Kunst durch. Geschätzt werden die historischen, religiösen Gemälde und Porträts, jedoch nicht die Landschaftsmalerei und das Stilleben. Bevorzugt werden die dunklen Farben und die subtileren und realistischen Darstellungen.

Die Akademie ermutigt die Künstler, alle Spuren des "Pinselschwingens" zu entfernen. Einmal jährlich findet der Pariser Salon statt, wo die Werke der Kandidaten von einer Jury aus Künstlern - Wissenschaftlern bewertet werden. Die zugelassenen Werke wurden erneut durch die gleichen Wissenschaftler untersucht, welche eine Medaille der ersten, zweiten oder dritten Stufe für einige der Werke vergaben. Die Standards geben die Standards der Akademie wieder, dargestellt am besten durch die Werke von Jean-Leon Gerome und Alexandre Cabanel. Ein Künstler aus dieser Epoche konnte eine Karriere durch die Teilnahme am Salon machen, nachdem er die Zustimmung der Jury gewann und eine Medaille verliehen bekam. Es folgte der Kauf des Werkes durch den Staat, und Aufträge von Aristokraten und wohlhabenden Bourgeois.

Ein Künstler, der beschlossen hatte, seiner eigenen künstlerischen Suche zu folgen, war zum Scheitern verurteilt. Viele junge Künstler wurden regelmäßig von der Jury abgelehnt, oder falls ihre Arbeiten akzeptiert wurden, behandelte man sie voller Verachtung. Einige der jüngeren Künstler malten in einem helleren Stil im Vergleich mit den Künstlern der vorhergehenden Generation - das sind Gustave Courbet und die Realisten der Schule von Barbizon. Sie sind mehr an der Landschaftsmalerei und und an der Darstellung des zeitgenössischen Lebens interessiert, als an der Darstellung von historischen oder mythologischen Szenen.

Eine Gruppe junger Künstler - Claude Monet, Pierre-Auguste Renoir, Alfred Sisley und Frederick Basil, die bei Charles Gleyr studierten, freundeten sich an und malten oft zusammen. Sie treffen sich im Café "Gerboa", wo die Diskussionen meist von Edouard Manet geführt werden, den die Anderen zutiefst bewunderten. Camille Pissarro, Paul Cézanne und Armand Guillaume schlossen sich ihnen schnell an.

In den 60 er Jahren verwirft die Jury des Salons laut einer ungeschriebenen Regel etwa die Hälfte der vorgestellten Werke von Monet und seinen Freunden, und akzeptiert Bilder von Künstlern, die dem festgelegten Stil die Treue halten.

Im Jahr 1863 lehnte die Jury Manets "Frühstück im Grünen" ab. Die ungewöhnlich grosse Anzahl der abgelehnten Gemälde in diesem Jahr führte zu weit verbreiteter Unzufriedenheit.

Nachdem Kaiser Napoleon III 1863 die Werke der abgelehnten Künstler sah, verordnet er, dass die Beurteilung der Gemälde von der Öffentlichkeit durchgeführt werden soll, und organisierte den Salon der Abgelehnten. Obwohl viele der Zuschauer nur aus dem Grund erscheinen, um zu Spott zu verbreiten, richtete der Salon der Abgelehnten die Aufmerksamkeit auf die existierende neue Tendenz in der Kunst, und zog mehr Besucher als der reguläre Salon an.

Die Forderungen der neuen Künstler für einen neuen Salon der Abgelehnten wurden 1867 und 1872 abgelehnt. Ende 1873 schufen Monet, Renoir, Pissarro und Sisley den "Kooperativen und anonymen Verband der Maler, Bildhauer und Kupferstecher", um ihre eigenen Werke unabhängig zu präsentieren.

Von den Mitgliedern der Organisation, zu der bald Cézanne, Bertha Morisot und Edgar Degas gehören wurde erwartet, den Salon aufzugeben.

Die Veranstalter luden viele progressive Künstler zur Teilnahme an der Ausstellung ein, darunter Eugene Boudin, von dem Monet sich vor Jahren ein Beispiel für die Freilichtmalerei nahm.

Ein weiterer Künstler, der einen grossen Einfluss auf Monet hatte - Johann Jongkind, weigerte sich, sich daran zu beteiligen, sowie Manet auch. An der ersten Ausstellung im April 1874 im Atelier des Fotografen Nadar beteiligten sich insgesamt dreissig Künstler.

Die Beurteilungen waren gemischt. Monet und Cezanne waren den bösartigsten Angriffen ausgesetzt. Der Kritiker und Humorist Louis Leroy verfasste einen sarkastischen Artikel, in dem er die Künstler "Impressionisten" nach Monets Gemälde "Impression, Sonnenaufgang" nannte, daher stammt auch der Name der Bewegung. Der Begriff wurde in der Gesellschaft populär. Die Künstler nahmen ihn im Allgemeinen an, obwohl sie in der Regel eine heterogene Gruppe dem Stil und dem Temperament nach darstellen, auch wenn sie in erster Linie von einem rebellischen Geist vereint waren. Die Impressionisten veranstalteten zwischen 1874 und 1886 acht Ausstellungen, an denen sich die Teilnehmer änderten. Bald wurde der impressionistische Stil mit seiner Spontaneität zum Synonym für das moderne Leben.

Monet, Sisley, Morisot und Pissarro können wegen ihrer ständigen Suche nach Licht und Farbe, und ihrer typischen Arbeitsweise als die "reinsten" Impressionisten genannt werden. Degas lehnt einen Grossteil dieser Suche ab, glaubt an die Überlegenheit der Darstellung vor der Farbe und verharmlost die Malerei im Freien. Renoir wendet sich von den Impressionisten für eine bestimmte Zeit in den 80 er Jahren ab, und kehrt nie ganz zu ihren Ideen zurück. Obwohl Edouard Manet zum Führer der Impressionisten gehalten wird, wendet er sich nie von der Verwendung der schwarzen Farbe ab, und nimmt nie an den Ausstellungen der Impressionisten teil. Er stellt weiterhin seine Werke im Salon vor, wo er für den "Spanischen Sänger" 1861 eine Medaille zweiter Klasse verliehen bekommt.

Manet fordert die Anderen dazu auf, seinem Beispiel zu folgen, indem er behauptet, dass "der Salon das wahre Schlachtfeld" ist, auf dem ein Ruf aufgebaut werden kann.

Von den Künstlern der Hauptgruppe (mit Ausnahme von Bazille, der im Deutsch-Französischen Krieg verstirbt) läuft auch Cézanne über, später gefolgt von Renoir; Sisley und Monet nehmen ebenso nicht an den Ausstellungen der Gruppe teil, sondern präsentieren ihre Werke auf dem offiziellen Salon.

Degas lädt Mary Cassatt ein, seine Bilder auf der Ausstellung im Jahr 1879 auszustellen, besteht jedoch darauf, Jean-Francois Raffaelli, Ludovic Lepic und andere Realisten mit einbezogen werden, die nicht den impressionistischen Praktiken folgen. Das ist der Grund, dass Monet im Jahr 1880 den Impressionisten vorwirft, sie würden "die Türen für die ersten Schmierer" offen halten.

Die Gruppe ist ebenso geteilter Meinung darüber, ob Paul Signac und Georges Seurat zur Ausstellung im Jahre 1886 eingeladen werden sollen. Pissarro war der einzige Teilnehmer an alle acht Hallen der Impressionisten.

Die einzelnen Impressionist machen keine riesigen finanziellen Gewinne aus den Ausstellungen, aber ihre Kunst gewinnt die Zustimmung und Unterstützung des Publikums. Eine beträchtliche Rolle für die Dominanz spielen die Kunsthändler Durand-Ruel, Ambroise Vollard und Theo van Gogh.

Durand-Reuel organisiert Ausstellungen der Impressionisten in London und New York. Obwohl Sisley im Jahr 1899 in Armut verstirbt, hat Renoir einen großen Erfolg auf dem Salon 1879. Monet wurde in den frühen 80 er Jahren finanziell stabil, und Pissarro in den frühen 90 er Jahren. Zu dieser Zeit nimmt die Art und Weise der impressionistischen Malerei einen zentralen Platz in der Kunst des Salons.