Landschaft Gemälde Reproduktionen - Seite 125

Die Landschaftsmalerei ist eine Gattung, deren Hauptgegenstand die Umgebung unter freiem Himmel bildet: natürliche Landschaften ebenso wie Orte, die durch Landwirtschaft, Besiedlung und menschliche Tätigkeit geprägt wurden. Ein Gebirgszug, ein Uferweg oder ein Garten kann zum bestimmenden Motiv werden. Die Darstellung kann einen erkennbaren Ort wiedergeben, Beobachtungen verschiedener Gegenden verbinden oder aus der Vorstellung entstehen. Landschaftsmalerei gehört zahlreichen Epochen und Stilrichtungen an; ihre Kontinuität beruht auf dem Gegenstand und setzt weder eine gemeinsame Technik noch ein einheitliches künstlerisches Programm voraus.

Die Lage des Horizonts trägt wesentlich zum Charakter eines Landschaftsbildes bei. Ein niedriger Horizont verleiht dem Himmel mehr Gewicht, während ein erhöhter Standpunkt einen weiten Überblick über Felder, Wasserläufe und Siedlungen ermöglicht. Überschneidungen, kleiner werdende Formen und abgeschwächte Kontraste vermitteln Entfernung; ferne Berge erscheinen häufig kühler und blasser. Ein Baum im Vordergrund kann die Komposition verankern, während eine kleine Figur die umgebende Landschaft weitläufig erscheinen lässt. Solche Entscheidungen bestimmen das Verhältnis zwischen dem Betrachter und dem dargestellten Gelände und lenken die Aufmerksamkeit auf jeweils eigene Weise.

In China erlangte die Landschaftsmalerei ein außerordentlich hohes kulturelles Ansehen; herausragende Werke entstanden während der Song-Dynastie (960-1279). Der Begriff Shan Shui, „Berg-Wasser“, bezeichnet eine Tradition, in der die Pinselführung Felsen, Pflanzen und Nebel einen eigenen bildnerischen Rhythmus verleiht. Fan Kuans „Reisende zwischen Bergen und Strömen“ (11. Jahrhundert, Nationales Palastmuseum, Taipeh) zeigt einen winzigen Zug von Reisenden unter einem gewaltigen Bergmassiv. Dichte Pinselspuren gliedern die Felswand, während hellere Zwischenräume die aufeinanderfolgenden Raumzonen voneinander absetzen. Solche Bilder luden zur anhaltenden Betrachtung der Natur und des menschlichen Platzes in ihr ein; zugleich rückten sie die Eigenart des Pinselstrichs ins Zentrum der Wahrnehmung.

Die europäische Landschaftsmalerei hatte Vorläufer in der römischen Wandmalerei und entwickelte sich über mittelalterliche Kalenderbilder und die Schauplätze religiöser Darstellungen weiter. Im 16. Jahrhundert entwarf Joachim Patinir aus erhöhtem Blickwinkel ausgedehnte Panoramen, in denen Berge, Flüsse und Siedlungen zu umfassenden Kompositionen zusammenfanden. Pieter Bruegel der Ältere verlieh dem Wechsel der Jahreszeiten und dem ländlichen Leben eine außergewöhnliche Weite. In „Die Jäger im Schnee“ (1565, Kunsthistorisches Museum, Wien) führen dunkle Vordergrundbäume und heimkehrende Jäger den Blick zu einem Dorf, zugefrorenen Teichen und fernen Gipfeln. Die Winterlandschaft vereint zahlreiche gleichzeitige Tätigkeiten in einem sorgfältig geordneten Bildraum.

In der niederländischen Republik entstanden im 17. Jahrhundert ein florierender Markt für Landschaftsbilder und eine zunehmende Spezialisierung der Maler. Jan van Goyen und Jacob van Ruisdael beschäftigten sich mit Dünen, Wasserwegen, Wäldern und der wechselnden Wirkung wolkenreicher Himmel. Meindert Hobbemas „Die Allee von Middelharnis“ (1689, National Gallery, London) führt den Blick entlang einer Straße, die von hohen, beschnittenen Bäumen gesäumt wird. Der ausgeprägte Tiefenzug erhält ein Gegengewicht durch seitlich ausgreifende Felder und Anbauflächen. Ein arbeitender Gärtner macht die menschliche Pflege des Bodens zum Bestandteil des Bildgegenstands: Diese scheinbar ruhige Landschaft trägt sichtbare Spuren der Arbeit.

Eine andere Ausprägung entwickelte sich im Rom des 17. Jahrhunderts, wo Claude Lorrain und Nicolas Poussin Landschaften nach klassischen Idealen gestalteten. Ihre Kompositionen gingen von der italienischen Landschaft aus und brachten Bäume, Wasser, Hügel und Gebäude in ausgewogene Beziehungen. Claude verlieh dem Licht in der Ferne häufig eine verbindende Funktion; Poussin setzte das Gewicht und die Anordnung der Formen ein, um Erzählung und gedankliche Ordnung zu stützen. Biblische oder mythologische Figuren verbanden diese Werke mit der Historienmalerei, die in der akademischen Theorie einen höheren Rang einnahm. Naturbeobachtung und Erfindung wirkten im fertigen Bild zusammen.

Im frühen 19. Jahrhundert erweiterten die Maler der Romantik die emotionalen und spirituellen Möglichkeiten der Gattung. Caspar David Friedrich stellte einzelne Figuren vor ferne Horizonte, Berge oder Nebel und machte damit das Schauen selbst zum Thema. Ruinen und jahreszeitliche Veränderungen konnten Vergänglichkeit, Glauben oder Ungewissheit ansprechen. J. M. W. Turner untersuchte Licht, Stürme und die Unbeständigkeit sichtbarer Formen. In vielen seiner Landschaften lösen sich erkennbare Konturen in atmosphärischer Bewegung auf; der Betrachter begegnet der Natur als einer Kraft, die sich menschlicher Kontrolle entzieht.

John Constables Landschaften beruhten auf einer eingehenden Kenntnis der englischen Landschaft. „Der Heuwagen“ (1821, National Gallery, London) zeigt den Mühlenteich von Flatford am River Stour, mit einem Wagen im Wasser neben einem kleinen Haus und dichtem Pflanzenwuchs. Constable malte das ausgeführte Gemälde in seinem Londoner Atelier und griff dabei auf frühere Studien zurück. Seine Frische entstand durch die Verbindung unmittelbarer Beobachtung mit überlegter Komposition. Diese Unterscheidung ist für die gesamte Gattung bedeutsam: Arbeiten unter freiem Himmel konnten Material für Bilder liefern, die andernorts ausgeführt wurden. Das 1824 im Pariser Salon ausgestellte Gemälde trug zu Constables Erfolg bei, der auch mit einer Goldmedaille ausgezeichnet wurde.

Landschaftsmalerei wirkte außerdem an Vorstellungen von Heimat und Nation mit. In den Vereinigten Staaten entwickelten Thomas Cole und später Frederic Edwin Church und Albert Bierstadt anspruchsvolle Panoramen im Umfeld der Hudson River School. Reisestudien bildeten die Grundlage sorgfältig aufgebauter Ateliergemälde, deren Format der Landschaft eine monumentale Präsenz verlieh. In Russland untersuchte Iwan Schischkin den Aufbau und die Dichte der Wälder, während Isaak Lewitan die Ausdrucksmöglichkeiten stillerer Motive erschloss. Eine Flussbiegung, ein Wiesenstück oder der nahende Herbst konnten das emotionale Gewicht eines Bildes tragen.

In Frankreich stellten Camille Corot und die mit Barbizon verbundenen Maler die genaue Beobachtung bestimmter Orte ins Zentrum ihrer Arbeit. Die Impressionisten Claude Monet, Camille Pissarro und Alfred Sisley untersuchten anschließend, wie Licht und Wetter vertraute Umgebungen veränderten. Monets „Die Elster“ (1868-1869, Musée d’Orsay, Paris) entwickelt eine Winterszene aus fein abgestuften Weißtönen und kühlen Schatten. Der kleine Vogel setzt einen dunklen Akzent in der verschneiten Fläche. Veränderungen der Beleuchtung wurden zu einem eigenständigen Thema, während die Arbeit im Freien für den Umgang mit Farbe und die Unmittelbarkeit der gemalten Oberfläche zunehmend an Bedeutung gewann.

Spätere Künstler nutzten die Landschaft, um den Aufbau der Malerei selbst neu zu untersuchen. Paul Cézanne kehrte wiederholt zum Mont Sainte-Victoire zurück und erprobte, wie Farbflächen Tiefe erzeugen konnten, während die gemalte Oberfläche wahrnehmbar blieb. Vincent van Gogh verlieh Feldern und Bäumen durch gerichtete Pinselstriche einen spannungsvollen Rhythmus. Georgia O’Keeffe gewann aus den Hügeln und Felswänden New Mexicos kraftvolle, vereinfachte Formen, und David Hockney erkundete Straßen und Wälder Yorkshires im Wechsel der Jahreszeiten. Ein vertrauter Ort konnte zahlreiche unterschiedliche Bilder hervorbringen: Ein veränderter Standpunkt, andere Farbbeziehungen oder ein neuer Maßstab des Motivs wandelten die Wahrnehmung der Landschaft.

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High Street, Edinburgh, c.1818 von J. M. W. Turner | Gemälde-Reproduktion
SKU: TJW-14729
Joseph Mallord William Turner
Originalmaß: 16.5 x 24.6 cm
Yale Center for British Art, New Haven, USA

Tabley, der Sitz von Sir J.F. Leicester (windiger Tag), n.d. von J. M. W. Turner | Gemälde-Reproduktion
SKU: TJW-14728
Joseph Mallord William Turner
Originalmaß: unbekannte
Öffentliche Sammlung

Die alte Welsh Bridge, Shrewsbury, 1794 von J. M. W. Turner | Gemälde-Reproduktion
SKU: TJW-14727
Joseph Mallord William Turner
Originalmaß: unbekannte
Whitworth Art Gallery, Manchester, Vereinigtes Königreich

Abtei der hl. Agatha, Easby, n.d. von J. M. W. Turner | Gemälde-Reproduktion
SKU: TJW-14726
Joseph Mallord William Turner
Originalmaß: unbekannte
Whitworth Art Gallery, Manchester, Vereinigtes Königreich

Raketen und blaue Lichter, 1855 von J. M. W. Turner | Gemälde-Reproduktion
SKU: TJW-14725
Joseph Mallord William Turner
Originalmaß: 56.8 x 76 cm
Yale Center for British Art, New Haven, USA

Oberer Reichenbachfall, c.1802 von J. M. W. Turner | Gemälde-Reproduktion
SKU: TJW-14724
Joseph Mallord William Turner
Originalmaß: 27.8 x 39.4 cm
Yale Center for British Art, New Haven, USA

Conway Castle, c.1802/03 von J. M. W. Turner | Gemälde-Reproduktion

Conway Castle c.1802/03

Joseph Mallord William Turner
Ölgemälde
€1165
Leinwand-Kunstdruck
€62.51
SKU: TJW-14723
Joseph Mallord William Turner
Originalmaß: unbekannte
Privatsammlung

Dover Castle vom Meer aus, 1822 von J. M. W. Turner | Gemälde-Reproduktion
SKU: TJW-14722
Joseph Mallord William Turner
Originalmaß: 40.2 x 59.5 cm
Museum of Fine Arts, Boston, USA

Heidelberg: Sonnenuntergang, c.1840/42 von J. M. W. Turner | Gemälde-Reproduktion
SKU: TJW-14721
Joseph Mallord William Turner
Originalmaß: 38 x 55.2 cm
Manchester Art Gallery, Vereinigtes Königreich

Der Mont Blanc von Fort Rock im Aostatal aus, c.1810 von J. M. W. Turner | Gemälde-Reproduktion
SKU: TJW-14720
Joseph Mallord William Turner
Originalmaß: unbekannte
Privatsammlung

Oxford von North Hinksey aus, n.d. von J. M. W. Turner | Gemälde-Reproduktion
SKU: TJW-14719
Joseph Mallord William Turner
Originalmaß: 37 x 51.5 cm
Manchester Art Gallery, Vereinigtes Königreich

Der Canal Grande (Eine Straße in Venedig), c.1837 von J. M. W. Turner | Gemälde-Reproduktion
SKU: TJW-14717
Joseph Mallord William Turner
Originalmaß: 150.5 x 112.4 cm
Huntington Library, San Marino, USA

Giudecca, La Donna della Salute und San Giorgio, n.d. von J. M. W. Turner | Gemälde-Reproduktion
SKU: TJW-14716
Joseph Mallord William Turner
Originalmaß: 24 x 36 cm
Privatsammlung

Ansicht von Belvoir Castle, 1816 von J. M. W. Turner | Gemälde-Reproduktion
SKU: TJW-14715
Joseph Mallord William Turner
Originalmaß: unbekannte
Öffentliche Sammlung

Brunnen vom Vierwaldstättersee aus, 1845 von J. M. W. Turner | Gemälde-Reproduktion
SKU: TJW-14714
Joseph Mallord William Turner
Originalmaß: 29 x 47.7 cm
Clark Art Institute, Williamstown, USA

Boote, die Anker zu den niederländischen ..., c.1804 von J. M. W. Turner | Gemälde-Reproduktion
SKU: TJW-14713
Joseph Mallord William Turner
Originalmaß: 101.6 x 130.8 cm
Corcoran Gallery of Art, Washington, USA

Windermere, Westmorland, n.d. von J. M. W. Turner | Gemälde-Reproduktion
SKU: TJW-14712
Joseph Mallord William Turner
Originalmaß: unbekannte
Manchester Art Gallery, Vereinigtes Königreich

Mühle von Addingham an der Wharfe, West Yorkshire, c.1808 von J. M. W. Turner | Gemälde-Reproduktion
SKU: TJW-14711
Joseph Mallord William Turner
Originalmaß: 28 x 38.8 cm
Manchester Art Gallery, Vereinigtes Königreich

Glaukos und Skylla, 1841 von J. M. W. Turner | Gemälde-Reproduktion

Glaukos und Skylla 1841

Joseph Mallord William Turner
Ölgemälde
€1165
Leinwand-Kunstdruck
€83.09
SKU: TJW-14710
Joseph Mallord William Turner
Originalmaß: 78.3 x 77.5 cm
Kimbell Art Museum, Fort Worth, USA

Drei Kriegssloops und ein Fischkutter, die in den ..., c.1800/30 von J. M. W. Turner | Gemälde-Reproduktion
SKU: TJW-14709
Joseph Mallord William Turner
Originalmaß: 28.8 x 44 cm
Harris Museum and Art Gallery, Preston, Vereinigtes Königreich

Passage des St. Gotthard von der Teufelsbrücke aus, 1804 von J. M. W. Turner | Gemälde-Reproduktion
SKU: TJW-14708
Joseph Mallord William Turner
Originalmaß: unbekannte
Öffentliche Sammlung

Genfer See und Mont Blanc, c.1802/05 von J. M. W. Turner | Gemälde-Reproduktion
SKU: TJW-14707
Joseph Mallord William Turner
Originalmaß: 73.3 x 113.5 cm
Yale Center for British Art, New Haven, USA

Die großen Reichenbachfälle, 1804 von J. M. W. Turner | Gemälde-Reproduktion
SKU: TJW-14706
Joseph Mallord William Turner
Originalmaß: 102.2 x 69 cm
Öffentliche Sammlung

Bonhomme-Kloster, Chamonix, c.1836/42 von J. M. W. Turner | Gemälde-Reproduktion
SKU: TJW-14705
Joseph Mallord William Turner
Originalmaß: 24.2 x 30.2 cm
Fitzwilliam Museum, Cambridge, Vereinigtes Königreich

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