Landschaft Gemälde Reproduktionen - Seite 320

Die Landschaftsmalerei ist eine Gattung, deren Hauptgegenstand die Umgebung unter freiem Himmel bildet: natürliche Landschaften ebenso wie Orte, die durch Landwirtschaft, Besiedlung und menschliche Tätigkeit geprägt wurden. Ein Gebirgszug, ein Uferweg oder ein Garten kann zum bestimmenden Motiv werden. Die Darstellung kann einen erkennbaren Ort wiedergeben, Beobachtungen verschiedener Gegenden verbinden oder aus der Vorstellung entstehen. Landschaftsmalerei gehört zahlreichen Epochen und Stilrichtungen an; ihre Kontinuität beruht auf dem Gegenstand und setzt weder eine gemeinsame Technik noch ein einheitliches künstlerisches Programm voraus.

Die Lage des Horizonts trägt wesentlich zum Charakter eines Landschaftsbildes bei. Ein niedriger Horizont verleiht dem Himmel mehr Gewicht, während ein erhöhter Standpunkt einen weiten Überblick über Felder, Wasserläufe und Siedlungen ermöglicht. Überschneidungen, kleiner werdende Formen und abgeschwächte Kontraste vermitteln Entfernung; ferne Berge erscheinen häufig kühler und blasser. Ein Baum im Vordergrund kann die Komposition verankern, während eine kleine Figur die umgebende Landschaft weitläufig erscheinen lässt. Solche Entscheidungen bestimmen das Verhältnis zwischen dem Betrachter und dem dargestellten Gelände und lenken die Aufmerksamkeit auf jeweils eigene Weise.

In China erlangte die Landschaftsmalerei ein außerordentlich hohes kulturelles Ansehen; herausragende Werke entstanden während der Song-Dynastie (960-1279). Der Begriff Shan Shui, „Berg-Wasser“, bezeichnet eine Tradition, in der die Pinselführung Felsen, Pflanzen und Nebel einen eigenen bildnerischen Rhythmus verleiht. Fan Kuans „Reisende zwischen Bergen und Strömen“ (11. Jahrhundert, Nationales Palastmuseum, Taipeh) zeigt einen winzigen Zug von Reisenden unter einem gewaltigen Bergmassiv. Dichte Pinselspuren gliedern die Felswand, während hellere Zwischenräume die aufeinanderfolgenden Raumzonen voneinander absetzen. Solche Bilder luden zur anhaltenden Betrachtung der Natur und des menschlichen Platzes in ihr ein; zugleich rückten sie die Eigenart des Pinselstrichs ins Zentrum der Wahrnehmung.

Die europäische Landschaftsmalerei hatte Vorläufer in der römischen Wandmalerei und entwickelte sich über mittelalterliche Kalenderbilder und die Schauplätze religiöser Darstellungen weiter. Im 16. Jahrhundert entwarf Joachim Patinir aus erhöhtem Blickwinkel ausgedehnte Panoramen, in denen Berge, Flüsse und Siedlungen zu umfassenden Kompositionen zusammenfanden. Pieter Bruegel der Ältere verlieh dem Wechsel der Jahreszeiten und dem ländlichen Leben eine außergewöhnliche Weite. In „Die Jäger im Schnee“ (1565, Kunsthistorisches Museum, Wien) führen dunkle Vordergrundbäume und heimkehrende Jäger den Blick zu einem Dorf, zugefrorenen Teichen und fernen Gipfeln. Die Winterlandschaft vereint zahlreiche gleichzeitige Tätigkeiten in einem sorgfältig geordneten Bildraum.

In der niederländischen Republik entstanden im 17. Jahrhundert ein florierender Markt für Landschaftsbilder und eine zunehmende Spezialisierung der Maler. Jan van Goyen und Jacob van Ruisdael beschäftigten sich mit Dünen, Wasserwegen, Wäldern und der wechselnden Wirkung wolkenreicher Himmel. Meindert Hobbemas „Die Allee von Middelharnis“ (1689, National Gallery, London) führt den Blick entlang einer Straße, die von hohen, beschnittenen Bäumen gesäumt wird. Der ausgeprägte Tiefenzug erhält ein Gegengewicht durch seitlich ausgreifende Felder und Anbauflächen. Ein arbeitender Gärtner macht die menschliche Pflege des Bodens zum Bestandteil des Bildgegenstands: Diese scheinbar ruhige Landschaft trägt sichtbare Spuren der Arbeit.

Eine andere Ausprägung entwickelte sich im Rom des 17. Jahrhunderts, wo Claude Lorrain und Nicolas Poussin Landschaften nach klassischen Idealen gestalteten. Ihre Kompositionen gingen von der italienischen Landschaft aus und brachten Bäume, Wasser, Hügel und Gebäude in ausgewogene Beziehungen. Claude verlieh dem Licht in der Ferne häufig eine verbindende Funktion; Poussin setzte das Gewicht und die Anordnung der Formen ein, um Erzählung und gedankliche Ordnung zu stützen. Biblische oder mythologische Figuren verbanden diese Werke mit der Historienmalerei, die in der akademischen Theorie einen höheren Rang einnahm. Naturbeobachtung und Erfindung wirkten im fertigen Bild zusammen.

Im frühen 19. Jahrhundert erweiterten die Maler der Romantik die emotionalen und spirituellen Möglichkeiten der Gattung. Caspar David Friedrich stellte einzelne Figuren vor ferne Horizonte, Berge oder Nebel und machte damit das Schauen selbst zum Thema. Ruinen und jahreszeitliche Veränderungen konnten Vergänglichkeit, Glauben oder Ungewissheit ansprechen. J. M. W. Turner untersuchte Licht, Stürme und die Unbeständigkeit sichtbarer Formen. In vielen seiner Landschaften lösen sich erkennbare Konturen in atmosphärischer Bewegung auf; der Betrachter begegnet der Natur als einer Kraft, die sich menschlicher Kontrolle entzieht.

John Constables Landschaften beruhten auf einer eingehenden Kenntnis der englischen Landschaft. „Der Heuwagen“ (1821, National Gallery, London) zeigt den Mühlenteich von Flatford am River Stour, mit einem Wagen im Wasser neben einem kleinen Haus und dichtem Pflanzenwuchs. Constable malte das ausgeführte Gemälde in seinem Londoner Atelier und griff dabei auf frühere Studien zurück. Seine Frische entstand durch die Verbindung unmittelbarer Beobachtung mit überlegter Komposition. Diese Unterscheidung ist für die gesamte Gattung bedeutsam: Arbeiten unter freiem Himmel konnten Material für Bilder liefern, die andernorts ausgeführt wurden. Das 1824 im Pariser Salon ausgestellte Gemälde trug zu Constables Erfolg bei, der auch mit einer Goldmedaille ausgezeichnet wurde.

Landschaftsmalerei wirkte außerdem an Vorstellungen von Heimat und Nation mit. In den Vereinigten Staaten entwickelten Thomas Cole und später Frederic Edwin Church und Albert Bierstadt anspruchsvolle Panoramen im Umfeld der Hudson River School. Reisestudien bildeten die Grundlage sorgfältig aufgebauter Ateliergemälde, deren Format der Landschaft eine monumentale Präsenz verlieh. In Russland untersuchte Iwan Schischkin den Aufbau und die Dichte der Wälder, während Isaak Lewitan die Ausdrucksmöglichkeiten stillerer Motive erschloss. Eine Flussbiegung, ein Wiesenstück oder der nahende Herbst konnten das emotionale Gewicht eines Bildes tragen.

In Frankreich stellten Camille Corot und die mit Barbizon verbundenen Maler die genaue Beobachtung bestimmter Orte ins Zentrum ihrer Arbeit. Die Impressionisten Claude Monet, Camille Pissarro und Alfred Sisley untersuchten anschließend, wie Licht und Wetter vertraute Umgebungen veränderten. Monets „Die Elster“ (1868-1869, Musée d’Orsay, Paris) entwickelt eine Winterszene aus fein abgestuften Weißtönen und kühlen Schatten. Der kleine Vogel setzt einen dunklen Akzent in der verschneiten Fläche. Veränderungen der Beleuchtung wurden zu einem eigenständigen Thema, während die Arbeit im Freien für den Umgang mit Farbe und die Unmittelbarkeit der gemalten Oberfläche zunehmend an Bedeutung gewann.

Spätere Künstler nutzten die Landschaft, um den Aufbau der Malerei selbst neu zu untersuchen. Paul Cézanne kehrte wiederholt zum Mont Sainte-Victoire zurück und erprobte, wie Farbflächen Tiefe erzeugen konnten, während die gemalte Oberfläche wahrnehmbar blieb. Vincent van Gogh verlieh Feldern und Bäumen durch gerichtete Pinselstriche einen spannungsvollen Rhythmus. Georgia O’Keeffe gewann aus den Hügeln und Felswänden New Mexicos kraftvolle, vereinfachte Formen, und David Hockney erkundete Straßen und Wälder Yorkshires im Wechsel der Jahreszeiten. Ein vertrauter Ort konnte zahlreiche unterschiedliche Bilder hervorbringen: Ein veränderter Standpunkt, andere Farbbeziehungen oder ein neuer Maßstab des Motivs wandelten die Wahrnehmung der Landschaft.

Seite 320 von 360

Heuarbeiter in Eragny, 1889 von Pissarro | Gemälde-Reproduktion
SKU: PIC-2204
Camille Jacob Pissarro
Originalmaß: unbekannte
Privatsammlung

Ziegelei in Eragny, 1888 von Pissarro | Gemälde-Reproduktion
SKU: PIC-2203
Camille Jacob Pissarro
Originalmaß: unbekannte
Privatsammlung

Blühende Apfelbäume in Eragny, 1888 von Pissarro | Gemälde-Reproduktion
SKU: PIC-2202
Camille Jacob Pissarro
Originalmaß: unbekannte
Privatsammlung

Hyde Park, London, 1890 von Pissarro | Gemälde-Reproduktion

Hyde Park, London 1890

Camille Jacob Pissarro
Ölgemälde
€627
Leinwand-Kunstdruck
€69.67
SKU: PIC-2201
Camille Jacob Pissarro
Originalmaß: 54 x 65 cm
Fuji Art Museum, Tokio, Japan

Sonnenuntergang und Nebel, Eragny, 1891 von Pissarro | Gemälde-Reproduktion

Sonnenuntergang und Nebel, Eragny 1891

Camille Jacob Pissarro
Ölgemälde
€627
Leinwand-Kunstdruck
€98.05
SKU: PIC-2200
Camille Jacob Pissarro
Originalmaß: 54 x 65.5 cm
Privatsammlung

Morgen, Herbst, Eragny, 1892 von Pissarro | Gemälde-Reproduktion
SKU: PIC-2199
Camille Jacob Pissarro
Originalmaß: unbekannte
Von der Heydt-Museum, Wuppertal, Deutschland

Primrose Hill, Regent's Park, c.1892 von Pissarro | Gemälde-Reproduktion

Primrose Hill, Regent's Park c.1892

Camille Jacob Pissarro
Ölgemälde
€945
Leinwand-Kunstdruck
€67.23
SKU: PIC-2198
Camille Jacob Pissarro
Originalmaß: 65.1 x 81 cm
Privatsammlung

Kirche in Kew, 1892 von Pissarro | Gemälde-Reproduktion

Kirche in Kew 1892

Camille Jacob Pissarro
Ölgemälde
€627
Leinwand-Kunstdruck
€56.83
SKU: PIC-2197
Camille Jacob Pissarro
Originalmaß: 54.8 x 46 cm
Privatsammlung

Kew Gardens, Kreuzung nahe dem Teich, 1892 von Pissarro | Gemälde-Reproduktion
SKU: PIC-2196
Camille Jacob Pissarro
Originalmaß: unbekannte
Privatsammlung

Blick auf Bazincourt, Sonnenuntergang, 1892 von Pissarro | Gemälde-Reproduktion
SKU: PIC-2195
Camille Jacob Pissarro
Originalmaß: unbekannte
Privatsammlung

Blick auf Eragny, 1892 von Pissarro | Gemälde-Reproduktion
SKU: PIC-2193
Camille Jacob Pissarro
Originalmaß: unbekannte
Privatsammlung

Die Scheune, Morgen, Eragny, 1893 von Pissarro | Gemälde-Reproduktion
SKU: PIC-2192
Camille Jacob Pissarro
Originalmaß: unbekannte
Privatsammlung

Erbsenpflücken, 1893 von Pissarro | Gemälde-Reproduktion
SKU: PIC-2190
Camille Jacob Pissarro
Originalmaß: unbekannte
Museum Langmatt, Baden, Schweiz

Das Tauwetter, Eragny, 1893 von Pissarro | Gemälde-Reproduktion
SKU: PIC-2189
Camille Jacob Pissarro
Originalmaß: unbekannte
Privatsammlung

Reif, Morgen (Schneeeffekt in Eragny), 1894 von Pissarro | Gemälde-Reproduktion

Reif, Morgen (Schneeeffekt in Eragny) 1894

Camille Jacob Pissarro
Ölgemälde
€890
Leinwand-Kunstdruck
€57.96
SKU: PIC-2188
Camille Jacob Pissarro
Originalmaß: 73.5 x 92.5 cm
Musée d'Orsay, Paris, Frankreich

Windmühle in Knokke, Belgien, 1894 von Pissarro | Gemälde-Reproduktion

Windmühle in Knokke, Belgien 1894

Camille Jacob Pissarro
Ölgemälde
€677
Leinwand-Kunstdruck
€68.61
SKU: PIC-2187
Camille Jacob Pissarro
Originalmaß: 54 x 65 cm
Privatsammlung

Häuser in Knocke, Belgien, 1894 von Pissarro | Gemälde-Reproduktion
SKU: PIC-2186
Camille Jacob Pissarro
Originalmaß: unbekannte
Privatsammlung

Die Knocke-Windmühle, Belgien, 1894/02 von Pissarro | Gemälde-Reproduktion
SKU: PIC-2185
Camille Jacob Pissarro
Originalmaß: unbekannte
Privatsammlung

Walnussbaum im Frühling, 1894 von Pissarro | Gemälde-Reproduktion
SKU: PIC-2184
Camille Jacob Pissarro
Originalmaß: unbekannte
Privatsammlung

Der Garten in Eragny, c.1895 von Pissarro | Gemälde-Reproduktion
SKU: PIC-2183
Camille Jacob Pissarro
Originalmaß: unbekannte
Privatsammlung

Schneeeffekt, Sonnenuntergang, Eragny, 1895 von Pissarro | Gemälde-Reproduktion
SKU: PIC-2182
Camille Jacob Pissarro
Originalmaß: unbekannte
Privatsammlung

Walnuss- und Apfelbäume in Blüte in Eragny, 1895 von Pissarro | Gemälde-Reproduktion
SKU: PIC-2181
Camille Jacob Pissarro
Originalmaß: unbekannte
Privatsammlung

Die Wiese bei Bazincourt, 1895 von Pissarro | Gemälde-Reproduktion
SKU: PIC-2179
Camille Jacob Pissarro
Originalmaß: unbekannte
Privatsammlung

Blühende Apfelbäume, Eragny, 1895 von Pissarro | Gemälde-Reproduktion

Blühende Apfelbäume, Eragny 1895

Camille Jacob Pissarro
Ölgemälde
€680
Leinwand-Kunstdruck
€66.32
SKU: PIC-2178
Camille Jacob Pissarro
Originalmaß: unbekannte
Privatsammlung

Top