
Jan van Eyck Gemälde Reproduktionen 1 von 2
b.1395-1441
niederländischer Nord-Renaissance Maler
In einem kleinen Raum fängt ein konvexer Spiegel die Welt ein und gibt sie zurück - nicht als fromme Legende, sondern als greifbare Gegenwart. Ein Messingleuchter hängt mit der stillen Autorität eines Gegenstands, der wirklich gesehen wurde. Selbst die Stille wirkt gemalt. In dieser Lust an Genauigkeit formte Jan van Eyck (ca. vor 1390 - 9. Juli 1441), ein flämischer Maler, der vor allem in Brügge arbeitete, jene Bildsprache, die man später als Altniederländische Malerei und als nördliche Ausprägung der Frührenaissance beschreiben sollte. Er verkündete keinen Stilwechsel mit Parolen, sondern mit Öl, Licht und der unbeirrbaren Präzision der Dinge.
Die Quellen setzen seine Herkunft um 1380 oder 1390 an und verbinden sie häufig mit Maaseik im Maasland - eine Region, die nicht nur als Name, sondern als Sprachspur greifbar wird: Notizen auf einer vorbereitenden Zeichnung sind im Maasland-Dialekt gehalten. Über Kindheit und Ausbildung lässt sich kaum Sicheres sagen. Aussagekräftig ist vielmehr, wann er erstmals eindeutig erscheint: als „Meyster Jan den malre“, bereits Meister, nicht mehr Lernender. Zwischen 1422 und 1424 erhielt er in Den Haag Zahlungen vom Hof Johanns von Bayern-Straubing, als Maler und valet de chambre, zunächst mit einem, dann mit zwei Assistenten. Allein diese Assistenten bezeugen Rang und organisatorische Souveränität.
Man sollte sich die Wirklichkeit des Hofes nicht als romantisches Atelier vorstellen. Im Binnenhof waren Räume zu gestalten, Termine einzuhalten, und Reputation war eine Währung. Hofdienst bedeutete Schutz, aber auch Disziplin: ein kontrolliertes Temperament, schnelle Urteilsfähigkeit, höfische Umsicht. Nach dem Tod Johanns im Jahr 1425 verschob sich van Eycks Zentrum in die burgundische Sphäre. Philipp der Gute ernannte ihn zum Hofmaler; die Aufgabe blieb jedoch nicht auf Dekor beschränkt. Van Eyck arbeitete in Lille und zog 1429 nach Brügge, wo er bis zu seinem Tod blieb. Brügge ist damit mehr als Schauplatz - es ist Produktionsort, Markt, Netzwerk, die Stadt, in der private Andacht, städtischer Wohlstand und höfische Selbstdarstellung zusammenkamen.
Außergewöhnlich ist, dass das burgundische Gehalt nicht nur Bilder bezahlte, sondern Freiraum. Die Quellen betonen, Philipp habe ihm finanzielle Sicherheit und künstlerische Freiheit gewähren wollen, damit er malen könne, „wann immer es ihm gefiel“. Dieser Freiraum zeigt sich in der Art, wie van Eyck Farbe aufbaut: in dünnen, transparenten Lasuren, die Tonwerte wie Schichten von Luft erzeugen, in Schatten, die nicht aufgesetzt wirken, sondern erarbeitet. Der alte Topos vom „Erfinder der Ölmalerei“ gilt heute als Vereinfachung; dennoch verrät er etwas Reales: Zeitgenossen spürten, dass sich die Möglichkeiten des Öls unter seiner Hand verschoben.
Zum Amt gehörten Reisen. Zwischen 1426 und 1429 unternahm er im Auftrag Philipps mehrere als „geheim“ bezeichnete Missionen, außergewöhnlich hoch bezahlt. Nicht jeder Weg lässt sich eindeutig rekonstruieren, doch das Muster ist klar: Van Eyck war Hofkünstler und Diplomat, ein Beobachter, dessen Blick politisch nutzbar war. Am besten dokumentiert ist die Reise nach Lissabon 1428, im Zusammenhang mit der geplanten Heirat Philipps mit Isabella von Portugal. Van Eyck sollte die Braut porträtieren, damit der Herzog sich ein Bild machen konnte. Wegen der Pest war der portugiesische Hof unterwegs; das Treffen fand in Avis statt. Neun Monate vor Ort bedeuten Zeit - und Druck. Wahrhaftigkeit durfte nicht verletzen, Schmeichelei durfte nicht lügen. Genau diese Spannung liegt vielen seiner Porträts zugrunde: Würde ohne kosmetische Verklärung.
Sein Rang wurde 1427 öffentlich sichtbar, als er am Lukastag nach Tournai reiste, zu einem Bankett zu seinen Ehren, im Beisein von Robert Campin und Rogier van der Weyden. Solche Anlässe markierten Zugehörigkeit und Rangordnung innerhalb der Malerzunftwelt. In den folgenden Jahren verdichtete sich seine Produktion zu einem kurzen, erstaunlich konzentrierten Höhepunkt. Etwa zwanzig Gemälde lassen sich ihm heute mit hoher Sicherheit zuschreiben, die meisten zwischen 1432 und 1439 datiert, viele signiert. Die geringe Zahl ist Teil des Mythos, hat aber auch einen nüchternen Grund: Diese Bilder sind so abgeschlossen, dass sie kaum Raum für Eile lassen.
Den Kern bildet der Genter Altar. Er bindet Jan van Eyck an seinen Bruder Hubert, der 1426 starb, und er definiert zugleich einen Maßstab. Wahrscheinlich um 1420 begonnen, wurde das Polyptychon 1432 von Jan vollendet und am 6. Mai 1432 in der Sint-Baafskathedraal in Gent geweiht. Auftraggeber waren der Kaufmann und städtische Funktionsträger Jodocus Vijdt und seine Frau Elisabeth Borluut. In diesem Werk begegnet man einer nördlichen Form von Wirklichkeitssinn: Erlösung wird nicht über ideale Körper erzählt, sondern über beobachtete Materie - Haar, Stein, Textil, Metall, Haut. Das Göttliche hebt die Welt nicht auf; es durchdringt sie. Genau diese Haltung macht Realismus hier zu einer theologischen Aussage.
Um 1432 heiratete er Margarete, etwa fünfzehn Jahre jünger, und kaufte in Brügge ein Haus. 1434 wurde das erste von zwei Kindern geboren. Von Margaretes Biografie weiß man wenig; ein Bild hält sie am deutlichsten fest: das Porträt von 1439, mit Inschrift, Datum und Altersangabe. Van Eycks Signaturpraxis ist überhaupt bemerkenswert. Er gehörte zu den wenigen niederländischen Malern des 15. Jahrhunderts, die ihre Tafeln regelmäßig signierten und datierten. Sein Motto „ALS ICH KAN“ - oft als Wortspiel verstanden, manchmal in griechischen Buchstaben ausgeführt - klingt nach Bescheidenheitsformel und nach Selbstbehauptung zugleich: eine Unterschrift als Versprechen von Verlässlichkeit.
Die Porträtkunst reagierte in dieser Zeit auf gesellschaftliche Veränderungen. Wohlstand und städtische Selbstrepräsentation steigerten die Nachfrage nach individuellen Bildnissen, und die Idee eines unverwechselbaren Selbst gewann an Gewicht. Van Eycks frühe Kopfporträts etablieren Mittel, die sich rasch verbreiteten: Dreiviertelansicht, gerichtetes Licht, eine enge Raumzone vor dunklem Grund, jene Nähe, die eine Person nicht als Typus, sondern als Gegenüber behauptet. Selbst ein leichter Bartschatten wird zu Information. Spätere Porträts setzen die Figur etwas weiter zurück; die Eindringlichkeit entsteht dann weniger über mikroskopische Detailfülle als über kontrollierte Gesamterscheinung.
In den religiösen Tafeln - besonders in den Marienbildern - wird seine Raum- und Zeichenökonomie komplex. Maria erscheint als Mutter Christi, als Himmelskönigin und als Personifikation der Kirche. In Madonna in der Kirche überragt ihre Gestalt das Kathedralinnere in bewusst verzerrtem Maßstab, als sichtbare Theologie. Die Architektur ist minutiös geschildert und zugleich imaginiert: eher Idealraum als identifizierbares Bauwerk. Lichtquellen funktionieren wie Argumente. Fenster sind nicht nur Fenster, sondern Wegmarken dafür, wie Gnade in einen Raum tritt. Hinzu kommen die Inschriften in Latein, Griechisch und Niederländisch, die nicht bloß benennen, sondern Andacht aktivieren - Bild und Text als gemeinsames Instrument privater Frömmigkeit.
Auffällig ist, wie konsequent er eine Verbindung von Sinnlichem und Geistigem inszeniert. Ein Stifter kniet in kontrollierter Demut, während Heilige so selbstverständlich erscheinen wie Besucher, die einen Raum betreten. Ein Fliesenboden folgt einer überzeugenden Perspektive, und doch ist die Szene von Zeichen durchzogen, die sich erst beim wiederholten Sehen erschließen. Symbol und Beschreibung sind hier keine Gegner, sondern Partner. Deshalb konnten spätere Maler wie Petrus Christus oder Hans Memling seine Verfahren aufnehmen, ohne sie zu kopieren. Zugleich erklärt diese Werkstattkultur, weshalb Zuschreibungen bis heute heikel sein können: Entwürfe wurden weitergeführt, Motive wiederholt, unvollendete Tafeln nach seinem Tod ergänzt.
Jan van Eyck starb am 9. Juli 1441 in Brügge und wurde bei St. Donatian bestattet. Philipp der Gute ehrte ihn durch eine einmalige Zahlung an die Witwe in Höhe eines Jahresgehalts. Lambert van Eyck scheint danach die Werkstatt weitergeführt zu haben; unvollendete Arbeiten wurden abgeschlossen, Kompositionen kursierten in Wiederholungen, einzelne Werke sind nur durch Kopien überliefert. Bereits 1449 erwähnte Ciriaco de’ Pizzicolli ihn als Maler von Rang, und Bartolomeo Facio nannte ihn später den führenden Maler seiner Zeit. Ruhm setzte also früh ein und blieb nicht regional begrenzt.
Was heute bleibt, ist weniger die Legende einer Erfindung als eine Ethik des Sehens. Van Eyck versüßt die Welt nicht. Er hält sie fest. Vielleicht brauchte diese Festigkeit eine gewisse Einsamkeit - die Bereitschaft, länger zu bleiben, wo andere schon weitergehen würden - und vielleicht schärfte der Hofdienst den Blick zusätzlich. In einer Gegenwart, die Bilder in Sekunden verschleißt, fordern seine Tafeln eine alte, sehr einfache Haltung: langsame Aufmerksamkeit, bis das Sichtbare gedanklich wird.
Die Quellen setzen seine Herkunft um 1380 oder 1390 an und verbinden sie häufig mit Maaseik im Maasland - eine Region, die nicht nur als Name, sondern als Sprachspur greifbar wird: Notizen auf einer vorbereitenden Zeichnung sind im Maasland-Dialekt gehalten. Über Kindheit und Ausbildung lässt sich kaum Sicheres sagen. Aussagekräftig ist vielmehr, wann er erstmals eindeutig erscheint: als „Meyster Jan den malre“, bereits Meister, nicht mehr Lernender. Zwischen 1422 und 1424 erhielt er in Den Haag Zahlungen vom Hof Johanns von Bayern-Straubing, als Maler und valet de chambre, zunächst mit einem, dann mit zwei Assistenten. Allein diese Assistenten bezeugen Rang und organisatorische Souveränität.
Man sollte sich die Wirklichkeit des Hofes nicht als romantisches Atelier vorstellen. Im Binnenhof waren Räume zu gestalten, Termine einzuhalten, und Reputation war eine Währung. Hofdienst bedeutete Schutz, aber auch Disziplin: ein kontrolliertes Temperament, schnelle Urteilsfähigkeit, höfische Umsicht. Nach dem Tod Johanns im Jahr 1425 verschob sich van Eycks Zentrum in die burgundische Sphäre. Philipp der Gute ernannte ihn zum Hofmaler; die Aufgabe blieb jedoch nicht auf Dekor beschränkt. Van Eyck arbeitete in Lille und zog 1429 nach Brügge, wo er bis zu seinem Tod blieb. Brügge ist damit mehr als Schauplatz - es ist Produktionsort, Markt, Netzwerk, die Stadt, in der private Andacht, städtischer Wohlstand und höfische Selbstdarstellung zusammenkamen.
Außergewöhnlich ist, dass das burgundische Gehalt nicht nur Bilder bezahlte, sondern Freiraum. Die Quellen betonen, Philipp habe ihm finanzielle Sicherheit und künstlerische Freiheit gewähren wollen, damit er malen könne, „wann immer es ihm gefiel“. Dieser Freiraum zeigt sich in der Art, wie van Eyck Farbe aufbaut: in dünnen, transparenten Lasuren, die Tonwerte wie Schichten von Luft erzeugen, in Schatten, die nicht aufgesetzt wirken, sondern erarbeitet. Der alte Topos vom „Erfinder der Ölmalerei“ gilt heute als Vereinfachung; dennoch verrät er etwas Reales: Zeitgenossen spürten, dass sich die Möglichkeiten des Öls unter seiner Hand verschoben.
Zum Amt gehörten Reisen. Zwischen 1426 und 1429 unternahm er im Auftrag Philipps mehrere als „geheim“ bezeichnete Missionen, außergewöhnlich hoch bezahlt. Nicht jeder Weg lässt sich eindeutig rekonstruieren, doch das Muster ist klar: Van Eyck war Hofkünstler und Diplomat, ein Beobachter, dessen Blick politisch nutzbar war. Am besten dokumentiert ist die Reise nach Lissabon 1428, im Zusammenhang mit der geplanten Heirat Philipps mit Isabella von Portugal. Van Eyck sollte die Braut porträtieren, damit der Herzog sich ein Bild machen konnte. Wegen der Pest war der portugiesische Hof unterwegs; das Treffen fand in Avis statt. Neun Monate vor Ort bedeuten Zeit - und Druck. Wahrhaftigkeit durfte nicht verletzen, Schmeichelei durfte nicht lügen. Genau diese Spannung liegt vielen seiner Porträts zugrunde: Würde ohne kosmetische Verklärung.
Sein Rang wurde 1427 öffentlich sichtbar, als er am Lukastag nach Tournai reiste, zu einem Bankett zu seinen Ehren, im Beisein von Robert Campin und Rogier van der Weyden. Solche Anlässe markierten Zugehörigkeit und Rangordnung innerhalb der Malerzunftwelt. In den folgenden Jahren verdichtete sich seine Produktion zu einem kurzen, erstaunlich konzentrierten Höhepunkt. Etwa zwanzig Gemälde lassen sich ihm heute mit hoher Sicherheit zuschreiben, die meisten zwischen 1432 und 1439 datiert, viele signiert. Die geringe Zahl ist Teil des Mythos, hat aber auch einen nüchternen Grund: Diese Bilder sind so abgeschlossen, dass sie kaum Raum für Eile lassen.
Den Kern bildet der Genter Altar. Er bindet Jan van Eyck an seinen Bruder Hubert, der 1426 starb, und er definiert zugleich einen Maßstab. Wahrscheinlich um 1420 begonnen, wurde das Polyptychon 1432 von Jan vollendet und am 6. Mai 1432 in der Sint-Baafskathedraal in Gent geweiht. Auftraggeber waren der Kaufmann und städtische Funktionsträger Jodocus Vijdt und seine Frau Elisabeth Borluut. In diesem Werk begegnet man einer nördlichen Form von Wirklichkeitssinn: Erlösung wird nicht über ideale Körper erzählt, sondern über beobachtete Materie - Haar, Stein, Textil, Metall, Haut. Das Göttliche hebt die Welt nicht auf; es durchdringt sie. Genau diese Haltung macht Realismus hier zu einer theologischen Aussage.
Um 1432 heiratete er Margarete, etwa fünfzehn Jahre jünger, und kaufte in Brügge ein Haus. 1434 wurde das erste von zwei Kindern geboren. Von Margaretes Biografie weiß man wenig; ein Bild hält sie am deutlichsten fest: das Porträt von 1439, mit Inschrift, Datum und Altersangabe. Van Eycks Signaturpraxis ist überhaupt bemerkenswert. Er gehörte zu den wenigen niederländischen Malern des 15. Jahrhunderts, die ihre Tafeln regelmäßig signierten und datierten. Sein Motto „ALS ICH KAN“ - oft als Wortspiel verstanden, manchmal in griechischen Buchstaben ausgeführt - klingt nach Bescheidenheitsformel und nach Selbstbehauptung zugleich: eine Unterschrift als Versprechen von Verlässlichkeit.
Die Porträtkunst reagierte in dieser Zeit auf gesellschaftliche Veränderungen. Wohlstand und städtische Selbstrepräsentation steigerten die Nachfrage nach individuellen Bildnissen, und die Idee eines unverwechselbaren Selbst gewann an Gewicht. Van Eycks frühe Kopfporträts etablieren Mittel, die sich rasch verbreiteten: Dreiviertelansicht, gerichtetes Licht, eine enge Raumzone vor dunklem Grund, jene Nähe, die eine Person nicht als Typus, sondern als Gegenüber behauptet. Selbst ein leichter Bartschatten wird zu Information. Spätere Porträts setzen die Figur etwas weiter zurück; die Eindringlichkeit entsteht dann weniger über mikroskopische Detailfülle als über kontrollierte Gesamterscheinung.
In den religiösen Tafeln - besonders in den Marienbildern - wird seine Raum- und Zeichenökonomie komplex. Maria erscheint als Mutter Christi, als Himmelskönigin und als Personifikation der Kirche. In Madonna in der Kirche überragt ihre Gestalt das Kathedralinnere in bewusst verzerrtem Maßstab, als sichtbare Theologie. Die Architektur ist minutiös geschildert und zugleich imaginiert: eher Idealraum als identifizierbares Bauwerk. Lichtquellen funktionieren wie Argumente. Fenster sind nicht nur Fenster, sondern Wegmarken dafür, wie Gnade in einen Raum tritt. Hinzu kommen die Inschriften in Latein, Griechisch und Niederländisch, die nicht bloß benennen, sondern Andacht aktivieren - Bild und Text als gemeinsames Instrument privater Frömmigkeit.
Auffällig ist, wie konsequent er eine Verbindung von Sinnlichem und Geistigem inszeniert. Ein Stifter kniet in kontrollierter Demut, während Heilige so selbstverständlich erscheinen wie Besucher, die einen Raum betreten. Ein Fliesenboden folgt einer überzeugenden Perspektive, und doch ist die Szene von Zeichen durchzogen, die sich erst beim wiederholten Sehen erschließen. Symbol und Beschreibung sind hier keine Gegner, sondern Partner. Deshalb konnten spätere Maler wie Petrus Christus oder Hans Memling seine Verfahren aufnehmen, ohne sie zu kopieren. Zugleich erklärt diese Werkstattkultur, weshalb Zuschreibungen bis heute heikel sein können: Entwürfe wurden weitergeführt, Motive wiederholt, unvollendete Tafeln nach seinem Tod ergänzt.
Jan van Eyck starb am 9. Juli 1441 in Brügge und wurde bei St. Donatian bestattet. Philipp der Gute ehrte ihn durch eine einmalige Zahlung an die Witwe in Höhe eines Jahresgehalts. Lambert van Eyck scheint danach die Werkstatt weitergeführt zu haben; unvollendete Arbeiten wurden abgeschlossen, Kompositionen kursierten in Wiederholungen, einzelne Werke sind nur durch Kopien überliefert. Bereits 1449 erwähnte Ciriaco de’ Pizzicolli ihn als Maler von Rang, und Bartolomeo Facio nannte ihn später den führenden Maler seiner Zeit. Ruhm setzte also früh ein und blieb nicht regional begrenzt.
Was heute bleibt, ist weniger die Legende einer Erfindung als eine Ethik des Sehens. Van Eyck versüßt die Welt nicht. Er hält sie fest. Vielleicht brauchte diese Festigkeit eine gewisse Einsamkeit - die Bereitschaft, länger zu bleiben, wo andere schon weitergehen würden - und vielleicht schärfte der Hofdienst den Blick zusätzlich. In einer Gegenwart, die Bilder in Sekunden verschleißt, fordern seine Tafeln eine alte, sehr einfache Haltung: langsame Aufmerksamkeit, bis das Sichtbare gedanklich wird.
42 Jan van Eyck Gemälden

Das Arnolfini-Porträt 1434
Ölgemälde
€4257
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Leinwand-Kunstdruck
€61.14
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SKU: EJV-890
Jan van Eyck
Originalmaß: 82.2 x 60 cm
National Gallery, London, UK
Jan van Eyck
Originalmaß: 82.2 x 60 cm
National Gallery, London, UK

Ein Mann mit Turban (möglicherweise ein ... 1433
Ölgemälde
€1532
€1532
Leinwand-Kunstdruck
€55.33
€55.33
SKU: EJV-891
Jan van Eyck
Originalmaß: 26 x 19 cm
National Gallery, London, UK
Jan van Eyck
Originalmaß: 26 x 19 cm
National Gallery, London, UK

Die Jungfrau und das Kind mit Heiligen und Stifter c.1441
Ölgemälde
€8099
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Leinwand-Kunstdruck
€80.24
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SKU: EJV-892
Jan van Eyck
Originalmaß: 47.3 x 61.2 cm
Frick Collection, New York, USA
Jan van Eyck
Originalmaß: 47.3 x 61.2 cm
Frick Collection, New York, USA

Die Jungfrau des Kanzlers Rolin c.1435
Ölgemälde
€13968
€13968
Leinwand-Kunstdruck
€79.28
€79.28
SKU: EJV-3172
Jan van Eyck
Originalmaß: 66 x 62 cm
Louvre Museum, Paris, France
Jan van Eyck
Originalmaß: 66 x 62 cm
Louvre Museum, Paris, France

Porträt des Giovanni Arnolfini c.1438
Ölgemälde
€873
€873
Leinwand-Kunstdruck
€55.33
€55.33
SKU: EJV-3173
Jan van Eyck
Originalmaß: 30 x 21.6 cm
Alte Nationalgalerie, Berlin, Germany
Jan van Eyck
Originalmaß: 30 x 21.6 cm
Alte Nationalgalerie, Berlin, Germany

Bildnis eines Mannes (Leal Souvenir) 1432
Ölgemälde
€1169
€1169
Leinwand-Kunstdruck
€55.33
€55.33
SKU: EJV-3174
Jan van Eyck
Originalmaß: 33.3 x 18.9 cm
National Gallery, London, UK
Jan van Eyck
Originalmaß: 33.3 x 18.9 cm
National Gallery, London, UK

Kardinal Niccolò Albergati c.1435
Ölgemälde
€1486
€1486
Leinwand-Kunstdruck
€55.33
€55.33
SKU: EJV-3178
Jan van Eyck
Originalmaß: 34 x 27.3 cm
Kunsthistorisches Museum, Vienna, Austria
Jan van Eyck
Originalmaß: 34 x 27.3 cm
Kunsthistorisches Museum, Vienna, Austria

Madonna an der Quelle 1439
Ölgemälde
€1653
€1653
Leinwand-Kunstdruck
€55.33
€55.33
SKU: EJV-7840
Jan van Eyck
Originalmaß: 19 x 12 cm
Koninklijk Royal Museum of Fine Arts, Antwerp, Belgium
Jan van Eyck
Originalmaß: 19 x 12 cm
Koninklijk Royal Museum of Fine Arts, Antwerp, Belgium

Christus n.d.
Ölgemälde
€1619
€1619
Leinwand-Kunstdruck
€55.33
€55.33
SKU: EJV-7841
Jan van Eyck
Originalmaß: 33.3 x 26.6 cm
Groeninge Museum, Bruges, Belgium
Jan van Eyck
Originalmaß: 33.3 x 26.6 cm
Groeninge Museum, Bruges, Belgium

Der heilige Hieronymus in seiner Studierstube c.1435
Ölgemälde
€1789
€1789
Leinwand-Kunstdruck
€55.33
€55.33
SKU: EJV-7842
Jan van Eyck
Originalmaß: 19.9 x 12.5 cm
Detroit Institute of Arts, Michigan, USA
Jan van Eyck
Originalmaß: 19.9 x 12.5 cm
Detroit Institute of Arts, Michigan, USA

Die heilige Barbara 1437
Leinwand-Kunstdruck
€55.33
€55.33
SKU: EJV-7843
Jan van Eyck
Originalmaß: 31 x 18 cm
Koninklijk Royal Museum of Fine Arts, Antwerp, Belgium
Jan van Eyck
Originalmaß: 31 x 18 cm
Koninklijk Royal Museum of Fine Arts, Antwerp, Belgium

Die Lucca-Madonna n.d.
Ölgemälde
€3017
€3017
Leinwand-Kunstdruck
€61.90
€61.90
SKU: EJV-7844
Jan van Eyck
Originalmaß: 65.5 x 49.5 cm
Städel Museum, Frankfurt, Germany
Jan van Eyck
Originalmaß: 65.5 x 49.5 cm
Städel Museum, Frankfurt, Germany

Die Jungfrau mit dem Kind und Kanonikus Joris van ... 1436
Ölgemälde
€16149
€16149
Leinwand-Kunstdruck
€64.34
€64.34
SKU: EJV-7845
Jan van Eyck
Originalmaß: 122.1 x 157.8 cm
Groeninge Museum, Bruges, Belgium
Jan van Eyck
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Groeninge Museum, Bruges, Belgium

Porträt der Margareta van Eyck 1439
Ölgemälde
€1619
€1619
Leinwand-Kunstdruck
€55.33
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SKU: EJV-7846
Jan van Eyck
Originalmaß: 32.6 x 25.8 cm
Groeninge Museum, Bruges, Belgium
Jan van Eyck
Originalmaß: 32.6 x 25.8 cm
Groeninge Museum, Bruges, Belgium

Christus, Gottvater (Genter Altar) n.d.
Ölgemälde
€3386
€3386
Leinwand-Kunstdruck
€55.33
€55.33
SKU: EJV-7847
Jan van Eyck
Originalmaß: unbekannte
Saint Bavo Cathedral, Ghent, Belgium
Jan van Eyck
Originalmaß: unbekannte
Saint Bavo Cathedral, Ghent, Belgium

Die Verkündigung c.1434/36
Ölgemälde
€3057
€3057
Leinwand-Kunstdruck
€55.33
€55.33
SKU: EJV-7852
Jan van Eyck
Originalmaß: 90.2 x 34.1 cm
National Gallery of Art, Washington, USA
Jan van Eyck
Originalmaß: 90.2 x 34.1 cm
National Gallery of Art, Washington, USA

Der heilige Christophorus c.1440/50
Ölgemälde
€1702
€1702
Leinwand-Kunstdruck
€55.33
€55.33
SKU: EJV-7853
Jan van Eyck
Originalmaß: 29.5 x 21.1 cm
Philadelphia Museum of Art, Pennsylvania, USA
Jan van Eyck
Originalmaß: 29.5 x 21.1 cm
Philadelphia Museum of Art, Pennsylvania, USA

Der heilige Franziskus von Assisi erhält die Stigmata c.1438/40
Ölgemälde
€2779
€2779
Leinwand-Kunstdruck
€55.33
€55.33
SKU: EJV-7854
Jan van Eyck
Originalmaß: 12.7 x 14.6 cm
Philadelphia Museum of Art, Pennsylvania, USA
Jan van Eyck
Originalmaß: 12.7 x 14.6 cm
Philadelphia Museum of Art, Pennsylvania, USA

Der Brunnen der Gnade und der Sieg der Kirche ... 1430
Ölgemälde
€28292
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Leinwand-Kunstdruck
€55.33
€55.33
SKU: EJV-7855
Jan van Eyck
Originalmaß: 181 x 119 cm
Prado Museum, Madrid, Spain
Jan van Eyck
Originalmaß: 181 x 119 cm
Prado Museum, Madrid, Spain

Die singenden Engel (Der Genter Altar) 1432
Ölgemälde
€8414
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Leinwand-Kunstdruck
€55.33
€55.33
SKU: EJV-7856
Jan van Eyck
Originalmaß: unbekannte
Saint Bavo Cathedral, Ghent, Belgium
Jan van Eyck
Originalmaß: unbekannte
Saint Bavo Cathedral, Ghent, Belgium

Die Jungfrau Maria (Der Genter Altar) 1432
Ölgemälde
€3325
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Leinwand-Kunstdruck
€55.33
€55.33
SKU: EJV-7857
Jan van Eyck
Originalmaß: unbekannte
Saint Bavo Cathedral, Ghent, Belgium
Jan van Eyck
Originalmaß: unbekannte
Saint Bavo Cathedral, Ghent, Belgium

Johannes der Täufer (Der Genter Altar) 1432
Ölgemälde
€3017
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Leinwand-Kunstdruck
€61.01
€61.01
SKU: EJV-7858
Jan van Eyck
Originalmaß: unbekannte
Saint Bavo Cathedral, Ghent, Belgium
Jan van Eyck
Originalmaß: unbekannte
Saint Bavo Cathedral, Ghent, Belgium

Engel musizierend (Der Genter Altar) 1432
Ölgemälde
€3114
€3114
Leinwand-Kunstdruck
€61.01
€61.01
SKU: EJV-7859
Jan van Eyck
Originalmaß: unbekannte
Saint Bavo Cathedral, Ghent, Belgium
Jan van Eyck
Originalmaß: unbekannte
Saint Bavo Cathedral, Ghent, Belgium

Die gerechten Richter (Der Genter Altar) 1432
Ölgemälde
€5244
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Leinwand-Kunstdruck
€55.33
€55.33
SKU: EJV-7860
Jan van Eyck
Originalmaß: unbekannte
Saint Bavo Cathedral, Ghent, Belgium
Jan van Eyck
Originalmaß: unbekannte
Saint Bavo Cathedral, Ghent, Belgium