Impressionismus und Post-Impressionismus Gemälde-Reproduktionen und Leinwand-Kunstdrucke

Impressionismus und Post-Impressionismus Alte Meister Index


Adams, John Ottis 1851-1927
Beraud, Jean 1849-1935
Boldini, Giovanni 1842-1931
Bonnard, Pierre 1867-1947
Boudin, Eugene 1824-1898
Caillebotte, Gustave 1848-1894
Cassatt, Mary Stevenson 1844-1926
Cezanne, Paul 1839-1906
Chase, William Merritt 1849-1916
Degas, Hilaire Germain Edgar 1834-1917
Frieseke, Frederick Carl 1874-1939
Gagnon, Clarence 1881-1942
Gauguin, Paul 1848-1903
Goeneutte, Norbert 1854-1894
Gogh, Vincent van 1853-1890
Hassam, Frederick Childe 1859-1935
Jongkind, Johann 1819-1891
Lepine, Stanislas 1835-1892
Loir, Luigi 1845-1916
MacDonald, James Edward Hervey 1873-1932
Manet, Edouard 1832-1883
Metcalf, Willard Leroy 1858-1925
Monet, Claude 1840-1926
Morrice, James Wilson 1865-1924
Onderdonk, Julian 1882-1922
Pissarro, Camille Jacob 1830-1903
Renoir, Pierre-Auguste 1841-1919
Rico y Ortega, Martin 1833-1908
Rousseau (Le Douanier), Henri 1844-1910
Rysselberghe, Theo van 1862-1926
Sargent, John Singer 1856-1925
Sisley, Alfred 1839-1899
Sorolla y Bastida, Joaquin 1863-1923
Tarbell, Edmund Charles 1862-1938
Thomson, Tom 1877-1917
Toulouse-Lautrec, Henri de 1864-1901
Twachtman, John Henry 1853-1902
Vonnoh, Robert 1858-1933
Vuillard, Edouard 1868-1940
Ziem, Felix 1821-1911

Der Impressionismus - Kunstgeschichte Informationen


Der Impressionismus ist eine der Richtungen der bildgebenden Kunst, die Ende des 19. Jahrhunderts aus einer Gruppe von pariser Maler hervorgeht. Ihre unabhangig voneinander prasentierten Ausstellungen bringen ihnen Beruhmtheit in den 70 und 80 Jahre, trotz der starken Opposition der etablierten akademischen Kunstler. Die Bezeichnung dieser Bewegung stammt aus dem Werk von Claude Monets "Impression, Sonnenaufgang", aus deren Anlass Louis Lorois einen strak kitischen Artikel in der Zeitung "Le Sharivari" mit dem Titel "Ausstellung der Impressionisten" verfasst. Den Kunstlern gefallt nicht diese Definition, die spottisch klingt. Sie bevorzugen es, sich selbt als "unabhangig" zu bezeichnen. Die impressionistischen Gemalde zeichnen sich durch mutigere und betont sichtbare Pinselstriche, eine offene Komposition und eine besondere Haltung gegenuber der Darstellung von Licht in seinen verschiedenartigen taglichen Veranderungen und Tageszustanden aus. Alltagsthemen werden behandelt, die Bewegung ist als ein Schlusselelment der Komposition dargestellt, es werden unkonventionelle Sichtweisen und Perspektiven benutzt.

Die Entwicklung des Impressionismus in der bildenden Kunst fuhrt bald zur Entstehung ahnlicher Arten von Musik und Literatur.

Als radikale Peronlichkeiten ihrer Zeit, verletzen die Impressionisten die Regeln der akademischen Malerei. Nach dem Beispiel von Delacroix und Turner, erstellen sie ihre Bilder durch die Farbe, die Vorrang vor Linien und Konturen hat.

Ausserdem malten die Impressionisten realistische Szenen des modernen Lebens, und das oft im Freien.

Die bis dahin erschaffenen Stillleben, Portrats und Landschaften wurden in der Regel im Studio gemalt. Die Impressionisten entdeckten, dass sie die momentanen und vorubergehenden Effekte des Lichts einfangen konnen, indem sie im Freilicht malen. So malen sie in erster Linie visuelle Effekte, und nicht Details, und verwenden plotzliche Pinselstriche mit gemischten oder geradezu rohen Farben, um den Effekt des intensiven Farbflimmerns zu erzielen. Der franzosische Impressionismus reift zur gleichen Zeit, in der viele andere Kunstler auch die Freilicht - Malerei studieren, so wie die russischen, Italienischen und amerikanischen Realisten.

Die Impressionisten jedoch entwickeln eine neue Technik, die spezifisch fur sie ist. Indem der Impressionismus all das umfasst, was seine Anhanger als eine andere Sichtweise sehen, stellt er eine Kunst der Unmittelbarkeit und der Bewegung, der naturlichen Haltungen und Kompositionen, des Lichtspiels dar, dargestellt durch eine Vielfalt an hellen Tonen.

Zunachst mit einer feindseligen Einstellung, realisiert das Publikum allmalig, dass die Impressionisten eine neue und ursprungliche Vision aufgefangen haben, auch wenn die Kritiker und Institutionen den neuen Stil nicht anerkennen.

Der Impressionismus war ein Vorbote der verschiedenen Kunststile, einschlie?lich des Post-Impressionismus, Fauvismus, Kubismus und Pointillismus, indem er das, was das Auge tatsachlich wahrnimmt - und nicht die Umrisse der Details eines Gegenstands - neu darstellte, mittels Schaffung einer Mischung von Techniken und Formen.

Mitte des 19. Jahrhunderts (eine Zeit des Wandels fur Frankreich - Napoleon III machte Veranderungen in Paris und leitete Feldzuge), beschutzt die franzosische Akademie der bildenden Kunste die Tradition und setzt die Standards der franzosisch Kunst durch. Geschatzt werden die historischen, religiosen Gemalde und Portrats, jedoch nicht die Landschaftsmalerei und das Stilleben. Bevorzugt werden die dunklen Farben und die subtileren und realistischen Darstellungen.

Die Akademie ermutigt die Kunstler, alle Spuren des "Pinselschwingens" zu entfernen. Einmal jahrlich findet der Pariser Salon statt, wo die Werke der Kandidaten von einer Jury aus Kunstlern - Wissenschaftlern bewertet werden. Die zugelassenen Werke wurden erneut durch die gleichen Wissenschaftler untersucht, welche eine Medaille der ersten, zweiten oder dritten Stufe fur einige der Werke vergaben. Die Standards geben die Standards der Akademie wieder, dargestellt am besten durch die Werke von Jean-Leon Gerome und Alexandre Cabanel. Ein Kunstler aus dieser Epoche konnte eine Karriere durch die Teilnahme am Salon machen, nachdem er die Zustimmung der Jury gewann und eine Medaille verliehen bekam. Es folgte der Kauf des Werkes durch den Staat, und Auftrage von Aristokraten und wohlhabenden Bourgeois.

Ein Kunstler, der beschlossen hatte, seiner eigenen kunstlerischen Suche zu folgen, war zum Scheitern verurteilt. Viele junge Kunstler wurden regelma?ig von der Jury abgelehnt, oder falls ihre Arbeiten akzeptiert wurden, behandelte man sie voller Verachtung. Einige der jungeren Kunstler malten in einem helleren Stil im Vergleich mit den Kunstlern der vorhergehenden Generation - das sind Gustave Courbet und die Realisten der Schule von Barbizon. Sie sind mehr an der Landschaftsmalerei und und an der Darstellung des zeitgenossischen Lebens interessiert, als an der Darstellung von historischen oder mythologischen Szenen.

Eine Gruppe junger Kunstler - Claude Monet, Pierre-Auguste Renoir, Alfred Sisley und Frederick Basil, die bei Charles Gleyr studierten, freundeten sich an und malten oft zusammen. Sie treffen sich im Cafe "Gerboa", wo die Diskussionen meist von Edouard Manet gefuhrt werden, den die Anderen zutiefst bewunderten. Camille Pissarro, Paul Cezanne und Armand Guillaume schlossen sich ihnen schnell an.

In den 60 er Jahren verwirft die Jury des Salons laut einer ungeschriebenen Regel etwa die Halfte der vorgestellten Werke von Monet und seinen Freunden, und akzeptiert Bilder von Kunstlern, die dem festgelegten Stil die Treue halten.

Im Jahr 1863 lehnte die Jury Manets "Fruhstuck im Grunen" ab. Die ungewohnlich grosse Anzahl der abgelehnten Gemalde in diesem Jahr fuhrte zu weit verbreiteter Unzufriedenheit.

Nachdem Kaiser Napoleon III 1863 die Werke der abgelehnten Kunstler sah, verordnet er, dass die Beurteilung der Gemalde von der Offentlichkeit durchgefuhrt werden soll, und organisierte den Salon der Abgelehnten. Obwohl viele der Zuschauer nur aus dem Grund erscheinen, um zu Spott zu verbreiten, richtete der Salon der Abgelehnten die Aufmerksamkeit auf die existierende neue Tendenz in der Kunst, und zog mehr Besucher als der regulare Salon an.

Die Forderungen der neuen Kunstler fur einen neuen Salon der Abgelehnten wurden 1867 und 1872 abgelehnt. Ende 1873 schufen Monet, Renoir, Pissarro und Sisley den "Kooperativen und anonymen Verband der Maler, Bildhauer und Kupferstecher", um ihre eigenen Werke unabhangig zu prasentieren.

Von den Mitgliedern der Organisation, zu der bald Cezanne, Bertha Morisot und Edgar Degas gehoren wurde erwartet, den Salon aufzugeben.

Die Veranstalter luden viele progressive Kunstler zur Teilnahme an der Ausstellung ein, darunter Eugene Boudin, von dem Monet sich vor Jahren ein Beispiel fur die Freilichtmalerei nahm.

Ein weiterer Kunstler, der einen grossen Einfluss auf Monet hatte - Johann Jongkind, weigerte sich, sich daran zu beteiligen, sowie Manet auch. An der ersten Ausstellung im April 1874 im Atelier des Fotografen Nadar beteiligten sich insgesamt dreissig Kunstler.

Die Beurteilungen waren gemischt. Monet und Cezanne waren den bosartigsten Angriffen ausgesetzt. Der Kritiker und Humorist Louis Leroy verfasste einen sarkastischen Artikel, in dem er die Kunstler "Impressionisten" nach Monets Gemalde "Impression, Sonnenaufgang" nannte, daher stammt auch der Name der Bewegung. Der Begriff wurde in der Gesellschaft popular. Die Kunstler nahmen ihn im Allgemeinen an, obwohl sie in der Regel eine heterogene Gruppe dem Stil und dem Temperament nach darstellen, auch wenn sie in erster Linie von einem rebellischen Geist vereint waren. Die Impressionisten veranstalteten zwischen 1874 und 1886 acht Ausstellungen, an denen sich die Teilnehmer anderten. Bald wurde der impressionistische Stil mit seiner Spontaneitat zum Synonym fur das moderne Leben.

Monet, Sisley, Morisot und Pissarro konnen wegen ihrer standigen Suche nach Licht und Farbe, und ihrer typischen Arbeitsweise als die "reinsten" Impressionisten genannt werden. Degas lehnt einen Grossteil dieser Suche ab, glaubt an die Uberlegenheit der Darstellung vor der Farbe und verharmlost die Malerei im Freien. Renoir wendet sich von den Impressionisten fur eine bestimmte Zeit in den 80 er Jahren ab, und kehrt nie ganz zu ihren Ideen zuruck. Obwohl Edouard Manet zum Fuhrer der Impressionisten gehalten wird, wendet er sich nie von der Verwendung der schwarzen Farbe ab, und nimmt nie an den Ausstellungen der Impressionisten teil. Er stellt weiterhin seine Werke im Salon vor, wo er fur den "Spanischen Sanger" 1861 eine Medaille zweiter Klasse verliehen bekommt.

Manet fordert die Anderen dazu auf, seinem Beispiel zu folgen, indem er behauptet, dass "der Salon das wahre Schlachtfeld" ist, auf dem ein Ruf aufgebaut werden kann.

Von den Kunstlern der Hauptgruppe (mit Ausnahme von Bazille, der im Deutsch-Franzosischen Krieg verstirbt) lauft auch Cezanne uber, spater gefolgt von Renoir; Sisley und Monet nehmen ebenso nicht an den Ausstellungen der Gruppe teil, sondern prasentieren ihre Werke auf dem offiziellen Salon.

Degas ladt Mary Cassatt ein, seine Bilder auf der Ausstellung im Jahr 1879 auszustellen, besteht jedoch darauf, Jean-Francois Raffaelli, Ludovic Lepic und andere Realisten mit einbezogen werden, die nicht den impressionistischen Praktiken folgen. Das ist der Grund, dass Monet im Jahr 1880 den Impressionisten vorwirft, sie wurden "die Turen fur die ersten Schmierer" offen halten.

Die Gruppe ist ebenso geteilter Meinung daruber, ob Paul Signac und Georges Seurat zur Ausstellung im Jahre 1886 eingeladen werden sollen. Pissarro war der einzige Teilnehmer an alle acht Hallen der Impressionisten.

Die einzelnen Impressionist machen keine riesigen finanziellen Gewinne aus den Ausstellungen, aber ihre Kunst gewinnt die Zustimmung und Unterstutzung des Publikums. Eine betrachtliche Rolle fur die Dominanz spielen die Kunsthandler Durand-Ruel, Ambroise Vollard und Theo van Gogh.

Durand-Reuel organisiert Ausstellungen der Impressionisten in London und New York. Obwohl Sisley im Jahr 1899 in Armut verstirbt, hat Renoir einen gro?en Erfolg auf dem Salon 1879. Monet wurde in den fruhen 80 er Jahren finanziell stabil, und Pissarro in den fruhen 90 er Jahren. Zu dieser Zeit nimmt die Art und Weise der impressionistischen Malerei einen zentralen Platz in der Kunst des Salons.